30. Arensberg: Ausgehöhlter Vulkan

Zwei Vulkanausbrüche schufen einen Berg, wo vorher keiner war. Das erste Mal vor etwa 32 Millionen Jahren: Aufsteigendes Magma bahnt sich seinen Weg durch Schiefer-, Kalk- und Sandsteinschichten nach oben und reißt mit ungeheurer Kraft Gesteinsblöcke mit sich.

Mit großer Wucht werden die Bruchstücke aus dem Schlot geschleudert und vermischen sich mit dem Ascheauswurf. Bis heute sind an den Abbruchkanten im Steinbruch die helleren Gesteinsblöcke inmitten der dunkleren Aschenablagerungen sehr gut zu erkennen. In diese noch lockeren Ablagerungen dringt weiteres Magma aus dem Erdinneren nach oben und bildet eine birnenförmige Basaltkuppe.

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Der zweite Ausbruch vor etwa 24 Millionen Jahren fällt deutlich ruhiger aus: Wieder steigt Magma auf und schiebt sich unter den erstarrten Basalt des ersten Ausbruchs. Früher war der Arensberg deutlich höher. Während an den alten Aschenablagerungen des ersten Ausbruchs die Jahrmillionen zehrten, waren es dann im 19. Jahrhundert die Menschen, die dem Berg seinen Gipfel nahmen. So musste auch die Ruine einer mittelalterlichen Kirche dem Basaltsteinbruch weichen. An sie erinnert heute die kleine Kapelle am Wegesrand. Nach und nach drang man immer tiefer in den Berg vor und folgte dem Schlot in die Tiefe. Heute bietet sich im alten Steinbruch ein beeindruckender Blick in das Innere eines erloschenen Vulkans.