27. Gemündener Maar: Geschwister - und doch so unterschiedlich!

Glühendheiße Gesteinsmassen befinden sich im Erdinneren und drängen unter Druck nach oben.

In geschwächten Bereichen der Erdkruste kann Magma aufsteigen und als Lava an die Erdoberfläche treten. Einer solchen Schwächezone haben wir die Entstehung der Dauner Maare zu verdanken, die entlang einer Spalte in der Erdkruste aufgereiht sind. Als erstes entstand bei Schalkenmehren ein Maar (1), welches kurz darauf beim Ausbruch seines jüngeren Bruders (2) wieder verschüttet wurde. Heute finden wir hier ein artenreiches Flachmoor. Danach bildete sich das westliche
Schalkenmehrener Maar mit dem Maarsee (3).

Die Ausbruchsserie setzte sich weiter nach Westen fort: Zunächst entstand das Gemündener Maar, das sich hier als tiefer Trichter mit einem wunderschön bewaldeten Kraterwall zeigt. Als jüngstes Mitglied komplettiert das Weinfelder Maar die Vulkangruppe – heute ein verträumter See, der mit Hecken und Ginsterbüschen umständen ist. So zeigen sich die Geschwister der Vulkangruppe mit einem vollkommen unterschiedlichen Landschaftscharakter.

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Karte zu Gemündener Maar