29. Dreiser Weiher

Prickelnde Grüße aus dem Inneren der Erde! Es knallt ganz fürchterlich, wenn Wasser und Magma aufeinander treffen.  

Beim Kontakt mit dem glühend heißen Magma verdampft das Wasser in gewaltigen Explosionen und sprengt einen großen Trichter in die Erdoberfläche. So ist auch die Entstehung des Dreiser Weihers zu erklären, einem der größten Maarkessel der Vulkaneifel. Und genau diese vulkanische Vergangenheit liefert die Grundlage für ein Nahrungsmittel, das von unseren Tischen nicht mehr wegzudenken ist: das Mineralwasser. Zunächst als Niederschlag auf die Erde gefallen, sickert das Wasser durch Klüfte, poröse vulkanische Gesteine und die älteren Schichten des Grundgebirges. Dabei reichert es sich mit Mineralien an und wird ausgiebig gefiltert. Irgendwo tief in der Erde trifft das Wasser dann auf etwas, das genau in die andere Richtung – also nach oben – strebt: das Kohlendioxid.

Wer glaubt, dort unten im Erdinneren sei heute alles ruhig und friedlich, der irrt. Hier ist glühend heißes Magma ständig in Bewegung und schickt Grüße nach oben, indem es eine Vielzahl von Gasen freisetzt, unter anderem auch CO2 (Kohlendioxid). Wenn nun Wasser und CO2 sich mischen, entsteht etwas, das wir fast jeden Tag zu uns nehmen: sprudelndes Mineralwasser.

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Karte zu Dreiser Weiher