39. Gesteinsfalte: Ein flaches, warmes Meer.

Ton und Sandteilchen schwimmen sanft umher und lagern sich übereinander geschichtet auf dem Meeresboden ab. Doch plötzlich ist es vorbei mit der trägen Ruhe.

Ungeheure Kräfte drängen von Norden und Süden auf das Meer ein und schieben die Schichten zusammen – das Rheinische Schiefergebirge entsteht. Obwohl 300 Millionen Jahre her, können wir das Ergebnis dieser Vorgänge noch heute an der Abbruchwand dieses alten Steinbruchs ablesen: Die ehemals flach übereinander liegenden Schichten zeigen sich nun als so genannte Falten im oberen Bereich der Wand wellenförmig. Aber damit nicht genug! Vor etwa 65 Millionen Jahren beginnt das Gebirge sich zu heben.

Dort, wo besonders starke Kräfte am Werk sind, werden die gefalteten Schichten in Einzelschollen zerlegt. Auch dieses Geschehen ist hier erkennbar: Unterhalb der Falten durchschneidet eine schräge Linie die Wand und markiert die Stelle, an der sich eine Scholle über eine andere schob. Und dies war immer noch nicht alles! Mit der Hebung des Eifelgebirges werden im Erdinnern noch weitere Prozesse ausgelöst: Magma steigt auf und Vulkane entstehen! Wollten sich die Tone und Sande nur zur Ruhe betten, kam doch alles ganz anders. Erst zusammengefaltet, dann übereinander geschoben und zu guter Letzt noch von Vulkanschloten durchlöchert und mit Asche bedeckt.

TIPP: Während Sie hier das „Fundament“ der Eifelvulkane sehen können, finden Sie entlang der Deutschen Vulkanstraße viele interessante Zeugen des Vulkanismus.

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